19
Jan
2018

Gran Canaria

An Silvester war es so warm, dass ich am Stauseelauf in kurzen Hosen starten konnte. Ein eher ungewohntes Gefühl, so mitten im Winter!

Doch man gewöhnt sich schnell daran! Am 2. Januar reiste ich nach Gran Canaria und konnte zwei Wochen lang bei optimalen Bedingungen mit fünf anderen OL-Läufern traineren. Ich musste mir nie die Frage stellen, wie viele Kleiderschichten ich heute zum Training anziehen sollte; T-Shirt und kurze Hosen waren immer eine gute Wahl!

Am Montag kehrte ich in die Schweiz zurück. Der Wechsel von warmen Temperaturen und Sonnenschein zu Schnee, Regen und Hagel fiel mir nicht leicht, doch mittlerweilen habe ich mich schon fast wieder daran gewöhnt und nun freue ich mich auf ein Wochenende in den Bergen!

16
Dec
2017

Göteborg!

Um etwas Abwechslung in meinen Trainingsalltag zu bringen, reiste ich letzten Donnerstag für vier Tage nach Götenburg.

Als ich um zwei Uhr nachmittags landete, wurde ich mit sogenanntem Götenburg-Wetter empfangen; Nieselregen. Zudem windete es stark und die Wolken hingen tief über der Stadt, wodurch ich das Gefühl hatte, es sei schon wieder am Eindunkeln. Naja, dachte ich mir, das braucht wohl etwas Überwindung um heute Abend noch ein Nacht-OL-Training zu machen.

Auf dem Weg ins erste Training erklärte mir ein Götenburger dann, dass es super Trainingsbedingungen seien. Ich glaubte zuerst, er mache einen Witz, doch nein, er meinte es ernst. Erst während dem Training begriff ich, dass er recht hatte. Es war relativ warm und nass wurde ich auch nie. In anderen Worten war es angenehm, zu trainieren!

Nebst dem Trainieren hatte ich auch die Gelegenheit, die meisten Eliteläufer vom OL-Klub Göteborg-Majorna (GMOK) kennenzulernen. Da mein Freund Jonas und ich nächsten Sommer für ein halbes Jahr nach Götenburg ziehen werden, haben wir uns entschieden, zu GMOK zu wechseln. Dieser Entscheid ist mir keineswegs leichtgefallen, denn ich fühlte mich bei meinem bisherigen Klub Ekjsö SOK sehr gut aufgehoben. Doch nach sieben Jahren bei Eksjö ist es nun Zeit für einen Wechsel und ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen bei einem grösseren Klub.

Insgesamt konnte ich sechs OL-Trainings in wunderschönem Gelände bei "super Trainingsbedingungen" absolvieren, bevor ich zurück in die Schweiz reiste, wo es diese Woche wirklich nicht so toll war zum Trainieren. Es war kalt, windig, eisig und regnerisch! Doch da ich weiss, dass ich in gut zwei Wochen bei angehnehmen Temperaturen auf Gran Canaria trainieren werde, geht auch das...

18
Nov
2017

Weiter geht's

Nach dem Weltcupfinal in Grindelwald von anfangs Oktober folgten noch zwei intensive Wochen, bevor ich dann eine Trainingspause einlegte, um letzte Woche wieder erholt und voll motiviert ins Wintertraining einzusteigen.

Nach einem kurzen Abstecher nach Stockholm, wo ich mit meinem schwedischen Klub Eksjö bei kaltem und nassem Wetter die 25-Manna Staffel lief, reiste ich mit dem Nationalkader ins warme Tessin, um dort einige Trainingstage zu verbringen.

Foto: Lukas Frei

Meine Beine waren nach einer langen Saison müde und auch mein Kopf fühlte sich an einigen Trainings leer an. Trotzdem war es für mich ein gutes Trainingslager; Ich habe gesehen, in welchen Bereichen im Winter trainieren muss, um gut vorbereitet an den Selektionsläufen und anschliessend hoffentlich auch an der Heim-EM am Start stehen zu können.

In der fast dreiwöchigen «Trainingspause», wo ich nur nach Lust und Laune trainierte, gab ich dem Körper und Kopf die Möglichkeit, sich von einer langen Saison zu erholen. Ich hatte auch Zeit, die letzte Saison auszuwerten und mir Gedanken zur nächsten zu machen.

Im Jahr 2017 habe ich viele meiner Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Ich konnte mich für alle internationalen Anlässe (Weltcups und WM!) selektionieren und konnte national stabile Leistungen zeigen. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden: An den internationalen Wettkämpfen lief ich oftmals unter meinen Erwartungen. Schade. Doch wenigstens weiss ich nun, wie ich mich auf nächstes Jahr verbessern kann 😉

Foto: World of O

Die Planung für nächstes Jahr ist noch nicht abgeschlossen, doch für mich steht heute schon klar: Das wird eine spannende Saison mit der Heim-EM, einer Studenten-WM in Finnland oder der WM in Lettland! Natürlich weiss ich heute noch nicht, an welchen Anlässen ich teilnehmen kann, doch an meinem Trainingsalltag ändert das nur wenig, denn nun wird während vier Monaten einfach mal trainiert, bis dann anfangs April wieder die ersten wichtigen Wettkämpfe anstehen. Weiter geht’s!

10
Oct
2017

Weltcupfinal in Grindelwald

Vor gut einer Woche lief ich die letzten internationalen Wettkämpfe von diesem Jahr; das Weltcupfinale in Grindelwald. Erstmals durfte ich vor heimischen Publikum laufen und das war einfach phantastisch! So viele Fans! Ich fühlte mich wie ein Star, auch wenn meine Leistungen im Wald nicht gerade spitzenmässig waren.

Foto: Sven Alexandersson

Über die Langdistanz erwartete uns Läuferinnen eine Bahn mit über 500 Höhenmeter. Wir Schweizerinnen konnten den Heimvorteil nutzen und erliefen uns das beste Teamergebnis dieses Jahres! Cool! Doch leider konnte ich mit meinem eigenen Lauf nicht ganz zufrieden sein. Trotz einer guten Vorbereitung lief ich am Anfang zu unsicher und nehme einmal die falsche Route. (Resultate, GPS)

Über die Mitteldistanz zeigten uns die Nordländerinnen, dass auch sie in alpinen Gelände laufen können. Obwohl ich eine ähnlich gute Leistung wie am Vortag zeigte, platzierte ich mich 15 Ränge weiter hinten auf der Rangliste, was zeigt, dass die Dichte über die Mitteldistanz gross ist. (Resultate, GPS)

Foto: Rémy Steinegger

Bei der abschliessenden Sprintstaffel durfte ich in einem Mixed-Team die erste Strecke laufen. Die Stimmung in der Start- und Zielarena war grossartig und an diesem Tag konnte ich mein Potential abrufen und lief ein gutes Rennen. (Resultate, Karte) So konnte ich die internationale Saison doch noch mit einem guten Gefühl abschliessen.

Nur wenige Tage nach dem Weltcupfinal reiste ich nach Stockholm, um an der 25-Manna-Staffel für meinen schwedischen Klub Eksjö zu laufen. Obwohl das Wetter schlecht war, hat es wie immer Spass gemacht, im Norden an einer grossen Staffel teilzunehmen.

Morgen geht’s nochmals ins Tessin, wo ich bis am Sonntag mit dem Nationalkader trainieren werde. Anschliessend werde ich eine wohlverdiente Trainingspause machen. Ich habe dieses Jahr sehr viele internationale Wettkämpfe bestritten und bin dementsprechend viel gereist. Ich freue mich auf eine etwas ruhigere Phase, wo ich mich auch wieder etwas mehr dem Studium widmen kann…

18
Sep
2017

Vorbereitungen auf den letzten Saison-Höhepunkt

Nachdem ich mich letztes Wochenende mit zwei soliden Läufen auf der Säntis- und Schwegalp für die letzte Weltcup-Runde von diesem Jahr selektioniert habe, möchte ich den Heimvorteil nutzen und mich möglichst gut auf die letzten wichtigen Wettkämpfe vorbereiten.

Die Vorbereitungen auf den Weltcupfinal von Ende September in Grindelwald haben eigentlich bereits letztes Wochenende mit den Selektionsläufen begonnen; Die beiden Wettkämpfe in alpinem Gelände zeigten mir auf, woran ich in den letzten zwei Wochen noch arbeiten muss.

Karte Mitteldistanz-SM

Nachdem ich anfangs Woche noch zwei Semesterprüfungen ablegen musste, konnte ich die letzte Woche der Semesterferien nutzen, um zwei Ausflüge in die Berge zu machen. Obwohl der Thermometer jeweils nur wenige Grad über Null anzeigte, hat es Spass gemacht, auf der Elsigalp und in Öschinensee zu trainieren!

Öschinensee

Elsigalp

Die Vorfreude auf meinen ersten Heim-Weltcup ist gross!

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