05
May
2018

Heim-EM

Vor 15 Jahren fand die OL-WM in Rapperswil-Jona statt. Damals war ich neun Jahre alt und heute erinnere ich mich vor allem noch an die supercoole Stimmung und an mein selbst designtes T-Shirt, auf welchem ich Autogramme sammelte.

Seither ist mir klar, dass eine Meisterschaft im eigenen Land etwas ganz Spezielles sein muss. Dementsprechend motiviert habe ich im letzten Jahr auf die Heim-EM im Tessin trainiert; 40 Tage war ich insgesamt im Tessin, um mich vorzubereiten.

Morgen ist es dann endlich soweit - die EM wird mit dem Sprint eröffnet. Selber werde ich erst die abschliessende Langdistanz vom nächsten Sonntag laufen und so kann ich in den nächsten Tagen vor Ort meine Teamkollegen unterstützen und die Stimmung geniessen.

Der Sprint, die Sprintstaffel und die Staffel werden übrigens live vom SRF übertragen. Die Mitteldistanz und Langdistanz kann hier (kostenpflichtig) verfolgt werden. Zudem gibt es auf der Veranstalter-Homepage Resultate und andere Informationen.

11
Apr
2018

11.210km, 630m, 25Po

Die Freude ist gross, dass ich an der Heim-EM im Tessin über der Königsdisziplin, der Langdistanz, starten darf! Vier Wochen bleiben mir nun, um mich technisch, mental und physisch möglichst perfekt vorzubereiten!

Obwohl mein Wettkampf etwa eineinhalb Stunden dauern wird, können Entscheide, die während wenigen Sekunden gefällt werden, grosse Konsequenzen haben. Es wird einige lange Routen zu bewältigen geben und da gilt es, die richtige zu wählen.

In der Vorbereitung kann ich die alte Karte studieren und mir Postenverbindungen ausdenken, um mich auf alles Mögliche gefasst zu machen. Ich werde auch mit dem EM-Team für ein paar Tage ins Tessin reisen, um im steilen Gelände Posten von oben, unten und im Hang anzulaufen. Obwohl ich in den letzten Monaten viel im Tessin trainiert habe, ist es für mich wichtig, kurz vor der EM meine Abläufe zu festigen. Physisch werde ich in den nächsten vier Wochen natürlich keine Berge mehr versetzten können. Ich weiss aber, dass ich den Winter durch sehr gut trainiert habe und wenn ich schlau trainiere, dann kann ich nochmals einiges aus mir herausholen. Und am Wettkampf selber wird bei einer solch taffen Langdistanz (11.210km, 630m, 25Po) sowieso viel im Kopf entschieden. Es gilt also in den Tagen vor dem Wettkampf die richtige «Attitude» hinzubekommen!

Insgesamt kann ich sagen, dass ich bereits in die Vorbereitungen eingetaucht bin. Ich habe klare Vorstellungen davon, was noch zu machen ist und ich muss sagen, die Vorfreude ist riesig!

Von den Selektionsläufen von letzter Woche habe ich nicht allzu viel zu berichten. Wenige Tage vor dem ersten Lauf, dem 5000er, hat mich eine heftige Erkältung ins Bett gelegt und so lief ich den 5000m-Test auf der Bahn angeschlagen. Auch am Wochenende hatte ich das Gefühl, nicht ganz 100%ig leistungsfähig zu sein. Die letzten paar Prozent fehlten mir und so blieb ich trotz soliden technischen Leistungen etwas unter meinen Erwartungen. Glücklicherweise hat’s ja dann trotzdem für die Selektion gereicht! Und Dank Remy Steinegger, Gabriel Lombriser und Kurt Ruedisueli hat es einige Bilder gegeben:

07
Mar
2018

Trainingslager in Spanien

Wie in den letzten drei Jahren reiste ich Ende Februar mit dem Nationalkader nach Spanien, um an den technischen Grundlagen zu arbeiten. Im Gegensatz zu den letzten Jahren war das Wetter nicht ganz so schön, doch wir konnten immerhin den eisigen Temperaturen in der Schweiz entfliehen!

Trainiert wurde in diesem Trainingslager bis zu dreimal täglich. Dementsprechend viele Kilometer spulte ich in den schnellen Küstenwäldern rund um Barbate und Huelva ab.

Start Sprintstaffeltraining

Diskussionen nach dem Training

Am letzten Tag zeigte sich die Sonne...

Zurück in der Schweiz steht die Erholung im Vordergrund, bevor ich dann mit dem Feinschliff für die bevorstehende Saison beginne.

26
Jan
2018

Eingeschneit!

Geplant waren drei Trainingstage auf den Langlaufskis im Goms. Am ersten Tag schneite es viel, die Loipe war nicht superschnell, aber ganz in Ordnung. Am zweiten Tag war die Loipe, wie auch fast alle Strassen im Goms, gesperrt. Grund: Zu viel Schneefall und die damit verbundene Lawinengefahr. Glücklicherweise war die Hauptstrasse zwischen Geschinen, wo wir wohnten, und Münster offen. So konnte trotzdem trainiert werden, einfach in anderen Formen als ursprünglich geplant!

Langlaufen auf den Strassen geht ja auch, wenn's genug Schnee hat

Es hat geschneit und geschneit und geschneit! Faszinierend!

Auf der Hauptstrasse!

Nach drei Tagen konnten wir wieder auf die Loipen und so konnte ich doch noch bei wunderschönen Bedingungen das Goms geniessen! Happy End!

19
Jan
2018

Gran Canaria

An Silvester war es so warm, dass ich am Stauseelauf in kurzen Hosen starten konnte. Ein eher ungewohntes Gefühl, so mitten im Winter!

Doch man gewöhnt sich schnell daran! Am 2. Januar reiste ich nach Gran Canaria und konnte zwei Wochen lang bei optimalen Bedingungen mit fünf anderen OL-Läufern traineren. Ich musste mir nie die Frage stellen, wie viele Kleiderschichten ich heute zum Training anziehen sollte; T-Shirt und kurze Hosen waren immer eine gute Wahl!

Am Montag kehrte ich in die Schweiz zurück. Der Wechsel von warmen Temperaturen und Sonnenschein zu Schnee, Regen und Hagel fiel mir nicht leicht, doch mittlerweilen habe ich mich schon fast wieder daran gewöhnt und nun freue ich mich auf ein Wochenende in den Bergen!

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